Pre-Mastering - M/S Pre-Mastering - Masteringstudio Marcus Pohl

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Pre-Mastering - M/S Pre-Mastering

Auf dieser Seite finden Sie folgende Themen:

Was ist die M/S Technik?
Was bringt die M/S-Technik im Mastering?


Was ist die M/S-Technik?

Diejenigen die Musik aufnehmen, kennen die Bezeichnung M/S-Mikrofon-Technik. Bei dieser Technik werden 2 verschiedene Mikrofone benutzt. Eins für den Mitten- und eins für den Seitenkanal. Ein Signal mit der M/S-Mikrofon-Technik aufzunehmen heißt, ein Stereo L/R-Signal zu erzeugen, wo bei das L/R Signal in ein Mitten und ein Seiten Signal auf bestimmte Weise zusammengemischt wird, das zu einem monokompatiblen Stereo-Signal führt. Damit ein M/S Signal aufgezeichnet werden kann, muss das M-Signal auf den linken und rechten Kanal eines Mixes geführt werden, das S-Signal wird phasenkorrekt auf den linken Kanal gelegt. Die Phase wird auf dem rechten Kanal gedreht. Das heißt, dass das S-Signal aufgeteilt wird. Man benötigt für ein Stereo Signal daher 3 Kanäle mit nur 2 Mikrofonen.


Was bringt die M/S-Technik im MASTERING?

M/S Pre-Mastering ist eine wirklich tolle Sache. Wir nutzen M/S sehr oft. Warum?
Nun, es kann jedes Stereo-Signal in seine Mono-Summe und die Stereo-Differenz aufgeteilt werden. Dadurch kann man die Signal-Anteile M und S unabhängig voneinander bearbeiten. Das ist sehr hilfreich, wenn man an Stereo-Mixen arbeitet, die Probleme in der Balance haben oder wenn man einen Mix einfach noch ein wenig verbreitern möchte.
Es ist ohne M/S Technik nicht möglich, die Höhen eines Stereo-Mixes abzusenken, um Zischlaute der Vocals zu reduzieren, und gleichzeitig die Höhen der Instrumente wie z.B. Klavier oder auch Keyboards anzuheben die meistens in Stereo aufgenommen oder gemischt wurden.


Oder folgendes Material liegt vor:

Wir haben einen Mix der schon sehr gut ist, aber die Leadvocals die in der Mitte des Mixes liegen sind ein wenig zu dumpf und leise. Was kann man tun? Wir können bei 250Hz eine männliche Stimme anheben um mehr Volumen zu bekommen. Um die Präsenz zu erhöhen, können wir versuchen den Bereich von 5-6 KHz ein klein wenig anzuheben. Der Sänger ist jetzt besser heraus zu hören. Allerdings tritt jetzt das Problem mit folgenden Instrumenten auf: Bass, Snare, Kickdrum. Und nicht nur denen sondern mit allen Instrumenten und weiteren Vocals mit diesem Frequenzgang. Das heißt, dass wir auch Instrumente und Vocals bearbeiten die nicht bearbeitet werden müssen. Es gibt aber noch einige weitere Punkte.

Anders betrachtet kann man mit einer leichten Erhöhung des Seitensignals die Becken, Gitarren und Drums etwas in die breite ziehen, ohne die Snare aus dem Mittelpunk zu verbannen. Somit wird der Bass prägnanter und die restlichen Instrumente bleiben in der Stereomitte. Gibt es folgende Möglichkeit im Einsatz mit einem Multibandkompressors. Der Multibandkompressor hilft die Mitten zu komprimieren, ohne dass der untere oder obere Frequenzbereich davon betroffen ist.


Fazit:

Es ist ohne M/S Technik nicht möglich Frequenzbereiche selektiv zu bearbeiten. Das heißt die Höhen eines Stereo-Mixes abzusenken, um Zischlaute der Vocals zu reduzieren und gleichzeitig die Höhen der Instrumente wie z.B. Klavier oder auch Keyboards anzuheben die meistens in Stereo aufgenommen oder gemischt wurden. Die technischen und kreativen Möglichkeiten erlauben es auch den Mix noch in der Tiefe und Breite zu optimieren.


Es gibt einen guten Grund, warum all die großen Mastering-Studios auf der ganzen Welt diese Technik seit Jahrzehnten benutzen – ohne jemandem wirklich etwas davon zu erzählen… Wir nutzen Sie auch!!



 
 
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